Über uns

Ziel des 2008 gegründeten Vereins Borderline Sicilia ist es, über Zuwanderung auf Sizilien zu berichten und eine Erinnerungskultur zu den zeitgenössischen Geschehnissen im Mittelmeer zu beleben. Dabei stellen die Dokumentation und die kritische Prüfung der Lebensbedingungen von Migrant*innnen auf sizilianischem Boden die Hauptaktivitäten des Vereins dar. Die auf diese Weise zusammengetragenen Informationen werden online veröffentlicht und fügen sich so zu einem authentischen Bild des Migrationsphänomens auf Sizilien zusammen, wobei insbesondere die Verhaltensweisen jener öffentlichen und privaten Akteure kritisch in den Blick genommen werden, die bei der Aufnahme, bei der Gestaltung des Aufenthalts und möglicherweise bei der Festhaltung von Migrant*innen eine Rolle spielen.

Borderline Sicilia bietet Betroffenen rechtliche und soziale Hilfe, dokumentiert gerichtliche Präzedenzfälle und setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine Steigerung des Bewusstseins und des Engagements im Feld Migration ein.

Im Zeichen der Selbstverwaltung und der Partizipation bemüht sich der Verein darum, die lokale Bevölkerung für das Themenfeld Migration zu sensibilisieren, die Rechte von Migrant*innen zu schützen und ihnen Chancengleichheit zu gewährleisten. Borderline Sicilia versucht, gute Praktiken auf regionaler Ebene zu etablieren und leistungsstarke Netzwerke zwischen den verschiedenen sizilianischen Akteuren und Institutionen aufzubauen. Außerdem unterstützt Borderline Sicilia in Zusammenarbeit mit Universitäten und Nichtregierungsorganisationen die Forschung zu Themen aus dem Bereich Migration.

Preise und Auszeichnungen

6. Dezember 2014 – Beim 12. Nationalen Friedenskulturpreis erhält Borderline Sicilia für das fortwährende Engagement im Bereich Migration die besondere Erwähnung des Fachausschusses.

5. Juli 2014 – Im Rahmen des Festivals Euromediterranea im italienischen Bozen wird Borderline Sicilia als Förderer des Dialogs zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sowie als Initiator lokaler und nationaler Netzwerke gegen Rassismus mit dem 18. Internationalen Alexander Langer Preis ausgezeichnet.

4. Juli 2013 – Als Partner des transnationalen, EU-geförderten Projekts „Die Europäisierung des Ausländerrechts von Italien, Zypern und Spanien CIE/ Detention Centers versus Return Directive 2008/115/EC“ erhält Borderline Sicilia bei der 30. Sommerakademie in Schlaining (Österreich) den Menschenrechtspreis im Rahmen der Plattform „Menschenrechte, Aufenthaltsrecht und Anerkennung von Asylbewerber*innen und Geflüchteten“.

Jahr 2012 – Im Rahmen des italienweiten, durch die Antidiskriminierungsbehörde UNAR geförderten Projekts „Gute Praxis gegen die Diskriminierung ausländischer Gruppen” wird Borderline Sicilia als Förderinstitution guter Praxis für die soziale Inklusion Schutzbedürftiger und für die Netzwerkbildung im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus auf Sizilien gewürdigt.

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